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Die erbauende Wirkung der Großzügigkeit (Beitrag von Olga)

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(@lutz)
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Themenstarter
 

Die Großzügigkeit ist am Anfang der Weltschöpfung.

Sie ist eine Tugend, die in der geistigen Welt ihren Ursprung hat. Für den Menschen ist sie Ergebnis einer bewussten Entwicklung zum Erringen dieser Tugend.  Als Pole zur Großzügigkeit stehen der Geiz und die Verschwendung. Beide sind körpergebunden. Wenn wir Großzügigkeit als Tugend entwickeln wollen, können wir nicht direkt bei ihr ansetzen und auch nicht den Geiz und die Verschwendung bekämpfen. Wir sollen eine Mitte finden und uns von dieser Mitte zwischen den beiden Polen zur Großzügigkeit wachsen.

Voraussetzung für die Großzügigkeit ist eine Kapazität, eine Fähigkeit, die wir besitzen. Ob und wie wir diese Kapazität zur Verfügung stellen, sollte genau abgestimmt werden. Es kann oft passieren, dass wir vieles geben und die Situation bzw. die Personen diese „Gabe“ gar nicht brauchen bzw. dadurch in ihrer Entwicklung behindert werden.  Die Großzügigkeit bedarf eine genaue Abstimmung auch in Bezug darauf, wie sich eine Handlung auf das größere Gesamte auswirken wird.

Durch das Leben der Großzügigkeit erzeugen wir harmonische kristalline Formen, die auf die Umgebung verbindend wirken und einen Bestand im Nachtodlichen haben. Nach dem Tode bleibt diese Tugend als Substanz in der Seele und wirkt genauso verbindend auf die Menschen und in der geistigen Welt. Im Gegensatz wirken der geiz und die Verschwendung abschirmend, trennend, spaltend. Sie erzeugen in sich geschlossene, hässliche, unruhige Formen. Im Nachtodlichen werden sie als Mangel in der Seele erlebt.

Großzügige Handlungen haben eine stärkende Wirkung auf das Herz. Von Geiz oder Verschwendung motivierte Taten erreichen das Herz nicht und wirken dadurch weiterhin schwächend auf die Lungen.  

 

(Im Anhang eine Tafelskizze wie Heinz sie Naone zum Thema skizzierte)

 

 
Veröffentlicht : 22/12/2021 4:44 pm
(@lutz)
Beiträge: 24
Eminent Member Admin
Themenstarter
 

Vielen Dank Olga!

Ich finde dies Thema der Großzügigkeit ein gar nicht so leichtes, ähnlich wie bspw. auch das Thema der Bedeutung der Seelendimension (des Yoga). Wir müssen die Aussagen wie sie von Heinz getätigt wurden, wiederholt denken und den Gedanken sozusagen zu einem lebendigen Bild formen, ohne dieses schnellfertig zu interpretieren. In diesem inhaltlichen Denken liegt ein schöpferischer, bedeutender Lernschritt. Es geht also nicht darum nur einen Gedanken 'schnell' zu verstehen, sondern den wahren Inhalt wiederholt und aktiv zu denken, ihn zu verlebendigen. Der Inhalt gewinnt dadurch an Kraft, Substanz und er wird einem selbst langsam immer näher und auch leichter anderen vermittelbar. Es liegt auch der wichtige Lernschritt darinnen, längere Zeit bei einem Inhalt zu bleiben und über das intellektuelle Verstehen hinauszugehen.

Man bspw. auch die von Olga weitergeleitete Graphik wiederholt mit ihren Begriffen betrachten.

Ergänzend:

Diese mittleren beiden Pole der in der Grafik gezeichneten Raute beschreiben nach meinem Verständnis, die sich neu bildende Mitte, das warme, großzügige Herz. Großzügigkeit kann, wie gesagt wurde, nicht willentlich einfach erreicht werden, sondern bildet sich als wachsende Tugendkraft heran, die aus den erwähnten beiden seelischen Qualitäten hervorgeht.

Die Fähigkeit zur bewussten Einschätzung/Kalkulation einerseits wurde von Olga bereits charakterisiert. Dieser Aspekt ist nach meinem Verständnis gar nicht so leicht zu verstehen, bzw. muss in diesem Sinne wiederholt in seiner lebendigen Logik gedacht werden, bis er in einem als lebendiges Bild mehr und mehr erwacht. Vielleicht kann man zwei mögliche Situationen einmal bewusst konstruieren:

Ich gebe/schenke einem Menschen ganz viel Geld und sehe vielleicht gar nicht, dass ich in dieser Situation dem Menschen damit vielleicht sogar in seiner Entwicklung hindere, oder, um es ebenso andersherum zu denken, ich halte einem Menschen vorsätzlich eine Unterstützung zurück, obwohl ihm diese in seiner Situation im Sinne seiner Entwicklung fördern könnte. Es muss also immer neu durch den bewussten Menschen abgewogen werden. Es ist für mich dies eine aus der Wahrnehmung getätigte Unterscheidung und damit menschenkundlich gesprochen eine Ich-Tätigkeit. Dies wird zur Kapazität und bildet eine Qualität der werdenden Großzügigkeit heran.

Ergänzend zur zweiten Qualität, die mit dem 'Größeren Gesamten' benannt wurde ist vielleicht ,um es an einem Beispiel zu sagen, dass wenn bspw. ein Yogalehrer eine Übung, einen Inhalt vermittelt, dieser dabei nicht den rezeptiven Energiegewinn im Auge hat, sondern sich bewusst ist, wie er durch seine pädagogische Maßnahme oder inhaltliche Vermittlung konkrete Entwicklungsschritte fördern kann, dass dadurch eine Gesamtheit gefördert wird. Die Lehrperson bemüht sich bspw. darum, dass eine Aktivität gefördert wird, die wiederum für die gesamte Atmosphäre, den gesamten Kurs, ja durchaus z.B. auch für die sog. Verstorbenen oder die geistige Welt erbauend wirkt.

Oder es fördert der Arzt seinem Patienten auf freilassende aber konkrete Weise, dass sich dieser zu mehr Selbstverantwortung aufrichtet und nächste Entwicklungsschritte tätigen möchte, weil der Artzt weiß, dass dadurch ein Gesamtes gestärkt und ein isolierter Nutzwert dadurch überstiegen wird. Heinz bezeichnete diese Gesamtsicht als eine Art Übersicht, die Kriterien eines Werdens zu einem größeren Gesamten einbezieht. Vielleicht wißt ihr ja weitere Beispiele hierzu.

Diese beiden Punkte, müssten, um es nochmals zu betonen, wiederholt, durchaus auch an Beispielen gedacht und kreiert werden, damit sie in ihrer lebendigen Logik sich langsam zu dem Bild der geistigen Bedeutung der Großzügigkeit aufschließen. Darin sehe ich den wesentlichen Wert und Lernschritt, sich mit einem Begriff tiefer auseinanderzusetzen.

 
Veröffentlicht : 22/12/2021 5:43 pm
LorenzT reacted
(@mariaoener)
Beiträge: 2
New Member
 

@lutz Hallo Lutz, Hallo Alle,

für mich ist aber noch nicht klar wieso die Großzügigkeit am Anfang der Weltenschöpfung stehet?

Das ist ein geisiges Geheimnis und Ich frage mich was ist damit gemeint?

Wie kann man es denken? Sichen ist großzügig der Mensch als Bürger  beiden Welten , den Kosmos und die Erde geschaffen zu haben, aber was noch?

LG maria öner

 
Veröffentlicht : 30/12/2021 12:10 am
(@lutz)
Beiträge: 24
Eminent Member Admin
Themenstarter
 

Diese Frage hatte ich in Lundo auch Maria - Heinz ist aber nicht direkt darauf eingegangen, bzw. mein Eindruck war, er wollte dass wir uns aktiv forschend und anschauungsbildend, meditativ mit dem Thema auseinandersetzen und nicht zu schnell Antworten geben. Insofern mag man auf diese Frage spekulative Antworten haben, eigentlich aber ist es wie du schreibst ein Geheimnis, dem man sich wenn man es erfahren möchte wiederholt hinwenden muss. 

Spekulativ mag man vielleicht denken, dass eine Überfülle, eine sich fortwährend ergießende Dynamik den Ausgangspunkt der Weltenschöpfung  bilden mag, so wie der reine Gedanke aus sich selbst sonnenhaft eine ausströmende, erbauende und tiefe Lebenskraft besitzt, die aus sich selbst unmittelbar wirksam wird. Wie gesagt, dies ist mehr eruierend, schlußfolgernd und nicht aus einer tieferen Konzentration heraus 'gesagt'.

 
Veröffentlicht : 30/12/2021 11:35 am
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